Schwerpunkte

Ein Schwerpunkt der Tarifpolitik des AdC ist von jeher die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der inländischen Teilkonzerne. Sie wurde in den vergangenen Jahren durch vielfältige Maßnahmen gesteigert. Schlüsselbegriffe sind Flexibilität und Arbeitskosten.

Von gleich hoher Bedeutung ist das Ziel, die Cigarettenindustrie als bevorzugten Arbeitgeber für leistungsbereite und qualifizierte Arbeitnehmer zu positionieren. Die Industrie bietet traditionell äußerst attraktive Arbeitsplätze. Das gilt für das Klima in der Industrie, die vielfältigen Chancen, aber auch für das Vergütungsniveau. Wir setzen die tarifpolitischen Eckpunkte dafür, dass auch in Zukunft viele qualifizierte Menschen sich für eine Karriere bei einer der Mitgliedsfirmen entscheiden.

Um in diesem Spannungsfeld zügig zu tragfähigen und zukunftsorientierten Lösungen zu kommen, ist eine gute und vertrauensvolle Tarifpartnerschaft von hohem Wert. Sie zu erhalten und zu fördern erfordert stetige Anstrengung. Diesem Ziel dienen vielfältige Aktivitäten auch außerhalb der Tarifrunden, die Zusammenarbeit mit den Betriebsratsgremien in den Firmen, aber auch die Unterstützung und Förderung der Aus- und Weiterbildung der Betriebsräte im Bildungszentrum der NGG in Oberjosbach im Taunus.

Einige Meilensteine der Tarifpolitik des AdC seit 1990:

1990-1992: Wiedervereinigungsboom mit Lohnsteigerungen von 6,5/7,1/5,8%
Ab 1993: mit jährlichen Lohnsteigerungen von 2,9/2,0/3,1 und 2% bleibt die Cigarettenindustrie unter dem deutschen Durchschnitt
1997: Arbeitszeitverlängerung, Einmalzahlungen statt Tariferhöhung
2001: Einführung der tariflichen Altersversorgung
2004: Neue Mitarbeiter starten mit 70%, Anpassung über 6 Jahre, Schichtfreizeiten werden reduziert
2006-2007: Lohnsteigerungen von 2,5/2,3%
2008-2009: 4/2,8%
2010-2012: 2,8 (Okt. Null, 15 Monate)/2,5%